Mendelpass Race 2017

Die Vorfreude war riesig. Strahlend Blauer Himmel, 25° im April und die Tatsache das es das erste Bergrennen der Saison werden sollte, ließen die Herzen der 158 gemeldeten Radsportlern höher schlagen. Nach 4h Anfahrt trafen auch wir dann pünktlich im prall gefüllten Startgelände ein.

Kurzes Aufwärmen und dann zum Start! Doch hier gab es bereits die erste Überraschung. Das komplette Feld stand pünktlich um 14 Uhr an der Startlinie.  Um dann vom Rennleiter nochmal auf eine weitere Aufwärmrunde geschickt zu werden. Wobei aber keiner so richtig wusste warum und wann denn jetzt wirklich gestartet wird. So blieb ich lieber in Startnähe. Dies sollte sich 10 Minuten später dann auch als Goldwert erweisen als die Organisatoren ohne Vorwarnung in die Autos stiegen und losfuhren, während ein paar Starter noch gar nicht zurück beim Start waren. Organisation auf südländisch eben 🙂

Doch nun zum Rennen:

Die Strategie aus der letzten Saison mein eigenes Tempo zu fahren, hatte ich nach der Streckenbesichtigung spontan verworfen, da mir der Anstieg doch relativ flach vorkam und so der Windschatten eine enorme Rolle spielen könnte. Hieß also Spitzengruppe halten solange es geht!

Wie immer ging es vom Start relativ zügig weg was die ersten 1:30 mit 332W deutlich zeigen. Nach den ersten 5min standen dann immer noch 311W auf dem Garmin. Hier hätten eigentlich schon die Alarmglocken läuten sollen, das dies über die 40‘ nicht funktionieren würde. Vor allem bei der unrhytmischen Fahrweise mit dauernden Spitzen von über 360-400W. Anschließend beruhigte sich das Tempo mit 286W zwar etwas und ich fühlte ich mich noch recht „wohl“ in der Gruppe, doch bei Betrachtung der Leistungskurve finden sich auch hier ständige Rhythmuswechsel, um keine Lücke zur Spitze aufgehen zu lassen. Genau die sollte dann aber im Folgenden 5min Abschnitt aufgehen. Die Leistung ist mit 294W zwar nur unwesentlich höher, doch leider findet sich darin ein Abschnitt mit 340W über 1:20min, bei dem ich den Motor einfach überdrehte um nicht reißen lassen zu müssen. Deutlich zu sehen am nächsten 5min Abschnitt bei dem die Leistung auf 266W runterfiel und ich die Spitze ziehen lassen musste.

In Minute 21 folgte dann der Tiefpunkt an dem ich komplett explodiert bin. Als ob mir jemand den Stecker gezogen hätte, musste ich für 30 Sekunden mit 120W „rumeiern“ und wollte eigentlich schon umdrehen und zum Start zurückrollen. Doch irgendwie gibt man so ein Rennen dann doch nicht so leicht auf.

Nachdem drei Mann von hinten wieder aufschlossen konnte ich mich an diese andocken und fand erstaunlicherweise einen noch halbwegs passablen Rhythmus. Den folgenden 5min Abschnitt konnte ich zwar nur mit 257W fahren, aber die abschließenden 3 Abschnitte konnte ich zumindest gleichmäßig fahren und kam so auf recht passable Werte mit. 278W, 282W, 281W, wodurch ich sogar wieder einige Fahrer vor mir auffahren konnte.

Trotzdem war das Rennen vom Kopf her natürlich gelaufen und ich war im Ziel etwas enttäuscht das ich die erhofft gute Form nicht ins Rennen ummünzen konnte. Naja aus Fehlern lernt man hoffentlich und die nächsten Bergrennen stehen ja auch schon auf dem Plan.

Hier noch die Wattdaten:

Mendelpass Race

Ergebnisse: http://www.dynamicbike.it/mendelrace/wp-content/uploads/2017/04/MendelRace2017_general.pdf

 

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