Kirschblütenrennen 2017

Das Kirschblütenrennen in Wels ist wohl einfach kein gutes Pflaster für mich. Nachdem ich hier letztes Jahr schon mein erstes Amateurrennen, aufgrund eines Sturzes nicht im Sattel beenden konnte, so sollte auch die diesjährige Austragung einige Überraschungen für mich bereit halten. Doch von Beginn an.

Nach dem chaotischen Auftakt in Leonding vor einer Woche, war spannend wie sich das Rennen mit dem 180 Mann starken Feld an diesem wunderschönen Sonntagvormittag entwickeln würde. Schnell war klar, dass es heute deutlich “vernünftiger” im Feld zugehen sollte. Tempomäßig wurde trotzdem schnell gefahren, aber zumindest die rücksichtlose Fahrweise und die riskanten Überholmanöver waren deutlich weniger.

Abgesehen von einer Soloflucht eines Melasan Fahrers, war nach der ersten Runde noch alles beisammen und es ging zügig in die zweite Runde. Im Endeeffekt gibt es auf dem Kurs in Wels zwei rennentscheidende Anstiege, von denen der erste etwas weniger steile, meist als „Vorbelastung“ gefahren wird um anschließend am Schafrichter, dem Mistelbacher Berg, die Lücken aufgehen zu lassen.

In der zweiten Runde auf der Kuppe des ersten Anstiegs passierte es dann. Direkt vor mir krachte es. Auch eine gute 10te Position hilft wenig, wenn zwei Positionen vor einem einige Fahrer plötzlich auf dem Boden liegen. War es letztes Jahr noch der Welser Asphalt, der mir einiges an Haut gekostet hatte, so blieb mir diesmal einzig der Abflug in den Acker. Zumindest hautmäßig war dieser deutlich schonender.

Kurz sammeln, alles sortieren und wieder rauf aufs Rad. Dennoch war in dieser Zeit, das komplett in die Länge gezogene Feld an mir vorbeigefahren. Das kurze Flachstück und die darauffolgende schnelle Abfahrt nahm ich nun mit vollem Risiko und fuhr im kompletten Adrenalinrausch wiederrum am gesamten Feld vorbei, zurück an die Spitze. Pünktlich zur Einfahrt in den Mistelbacher Berg war ich dort angekommen, leider im absolut dunkelroten Bereich. Folglich konnte ich im Anstieg nicht mit der Spitze mithalten und fand mich in der Verfolgergruppe wieder. Glücklicherweise wurde die Lücke zur Spitze zugefahren und so bildete sich anschließend wieder eine größere Gruppe.

Die kurze „Verschnaufpause“ nutzte ich zur Bestandsaufnahme nach dem Sturz. Körperlich war abgesehen von einem kleinen Kratzer am Bein nix passiert, viel ärgerlicher war die komplett verdrehte Schuhplatte, die mich 2017-04-02 12.10.32zwingen sollte, das restliche Rennen mit “schiefem” Fuß zu absolvieren. Währenddessen ging die rennentscheidende Attacke von zwei Melasan Fahrern (u.a. mein letztjähriger Teamkollege Johannes Hirschbichler, der das Rennen auf einem starken 3.Platz beenden konnte – Herzlichen Glückwunsch!) und dem späteren Sieger Martin Schöffmann.

Ich hingegen schaltete ab dem Moment nur noch in den „Überlebensmodus“. Mit dem „schiefen“ Fuß und vor allem nach der Aufholjagd war nicht mehr “viel Sprit im Tank”. So hieß es in der finalen Runde nur noch: „Gruppe halten und irgendwie durchkommen.“

Ohne erneutes Risiko im Sprint einzugehen, wurde es am Ende dann der 34. Platz im deutlich dezimierten Hauptfeld mit 2:08 Rückstand auf den Sieger.

Fazit:

Trotz Sturz macht es einfach wieder richtig Spaß, Rennen zu fahren und nach einem sicher nicht ganz glücklichen Rennverlauf, konnte ich diesmal zumindest einigermaßen heil und mit unbeschadetem Material über den Zielstrich fahren.

Auch die Beine fühlten sich im Vergleich zum letzten Wochenende schon deutlich besser an. Es geht also in die richtige Richtung und mit dem ersten Bergrennen am nächsten Samstag steht dann ein erster kleiner Höhepunkt auf dem Plan.

Ergebnis:

http://www.computerauswertung.at/veranstaltungen/2017/170402/20170402_Kirschbluetenrennen_Amateure.pdf

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