Das Wettkampfgewicht und (m)ein Weg dorthin – Von 3,5 w/kg auf 5,3 w/kg

Seit ich Sport treibe, fasziniert mich die Möglichkeit, meinen Körper durch Training verändern zu können. Genau deshalb wollte ich schon immer Sport studieren, denn dadurch würde ich das nötige Know-How bekommen, um zu verstehen, was ich wie tun und an welchen Stellschrauben ich drehen muss, um eine bestimmte Leistung zu erreichen.

Meine körperlichen Voraussetzungen mit einer VO2max von 70-72ml/min/kg kombiniert mit einer Vlamax von 0,28mmol/s zeigen deutlich, wofür mein Körper gemacht ist: Konstant Leistung bringen, diese lange aufrecht erhalten und dabei nur langsam ermüden.

Rein physiologisch also perfekt für lange konstante Ausdauerbelastungen und absolut unterirdisch bei jeglicher Form von kurzer, explosiver Belastung.

Genau das wurde mir dann auch bei der Leichtathletikprüfung zum ersten Mal zum Verhängnis. Meine einzige Möglichkeit: Muskulatur aufbauen und Maximal- und Schnellkrafttraining absolvieren.

Die Kurzversion: Genau 12 Monate nach meinem gescheiterten Erstversuch hatte ich mich von ca. 66 kg auf 75,3kg „auftrainiert“ und war dazu in der Lage, alle geforderten Leistungen zu erbringen.

Das war im Juli 2014.

19 Monate später (März `16) startete ich mit 60 kg in die Radsaison und fuhr den Ötztaler in 7:28h und ein Jahr später in 7:09.

Ich bin mit 1,71m zwar klein, aber d.h. noch lange nicht dass ich automatisch leicht bin. Auch wenn viele das anscheinend glauben: „…du bist ja eh schon immer klein und leicht“.

Nach einer ziemlich verkorksten Saison 2018 mit gesundheitlichen Problemen, Motivationsmangel, Knieproblemen usw. war ich im Frühjahr 2019 bei ca. 70 kg ankommen. Absolutes Normalgewicht. Aus Radfahrersicht aber alles andere als leicht.

Allerdings war das Feuer fürs Radfahren wieder entfacht und ich war Anfang März 2019 voll motiviert, mein Wettkampfgewicht zu erreichen. Ziel war es, Anfang September mit einer Schwellenleistung von 5,1-5,3w/kg am Start des Ötzis zu stehen. Schließlich wusste ich, dass ich es in ähnlicher Form schon einmal gemacht hatte und außerdem hatte ich in den Jahre zuvor extrem viele Erfahrungen gesammelt.

Wie funktioniert mein Körper?

Wie reagiert er auf bestimmte Lebensmittel?

Wie reagiert er auf bestimmte Trainingseinheiten?

Welche Bausteine braucht er für welche Einheit?

Zu welchem Zeitpunkt?

Was muss ich tun, um leichter zu werden?

Was muss ich tun, um dies auch aufrechterhalten zu können?

Das Ergebnis habe ich in einer Bilderreihe von März bis August festgehalten.

Und genau das spiegelt meine persönliche Faszination für Sport und Training wieder. Egal ob Kugelstoßer oder Hochspringer, Sumoringer oder Leichtgewichtsboxer, Skispringer oder Bobfahrer, Bergfahrer oder Bahnradfahrer. Es lässt sich aus jedem Körper alles machen. Vielleicht nicht bis auf Weltklasse Niveau, aber es stehen einem bis zu einem sehr hohen Level alle Richtungen offen.

Man muss nur wollen und wissen wie es geht!

…und auch wenn es viele gerne so verkaufen würden.

Für das „wissen wie es geht“, gibt es kein Wundermittel.

Trotzdem ist die Grundlage ganz einfach:

Bewusst essen und sich fragen:

Was steckt in welchen Lebensmitteln?

Wieviel Proteine / Fette / Kohlenhydrate?

Wieviel kcal?

Wieviel Zucker / Salz?

Und wenn man diese Fragen mit den oben genannten Ausführungen kombiniert und die richtigen Antworten darauf hat, hat man sein persönliches „Wundermittel“ gefunden.

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