Bergzeitfahren in Mori

Nach den bereits erwähnten Oster (Trainings) – Ferien mit zwei Kurztrips nach Südtirol, ging es für mich letztes Wochenende ein weiteres Mal Richtung Italien. Und auch diesmal war der mittlerweile schon obligatorische Schnee unser ständiger Begleiter bei der Anreise. Am Brenner hatte man mit 50cm Neuschnee und kurzfristiger Straßensperre sogar wirklich das Gefühl im tiefsten Winter unterwegs zu sein. Doch nach weiteren 2h Autofahrt begrüßte uns der Gardasee fast schon wie gewohnt mit blauem Himmel und perfekten Radtemperaturen. Der kleinen Vorbelastungsrunde für das am nächsten Tag auf dem Programm stehende Bergzeitfahren in Mori stand also nichts im Wege.

Nach den bisherigen etwas unglücklichen Rennverläufen war ich schon heiß, endlich herauszufinden, ob das zurückliegende intensive Training schon angeschlagen hat. Am Renntag ging es für mich nach kurzem Aufwärmen mit Streckenbesichtigung auch gleich mit der frühen Startnummer 5 los.

Vorgenommen hatte ich mir eine Pace zwischen 310-315W und so versuchte ich von Anfang an, die Drehzahl genau in diesem Bereich zu halten, um ein Überdrehen des Motors gleich zu Beginn zu verhindern.

Das Gefühl in den ersten Minuten eines solchen Zeitfahrens ist jedesmal wieder geil:

Der Garmin zeigt bergauf 25 km/h und es fühlt sich wie eine gemütliche “Kaffeerunde” an, zumindest für die ersten 1-2 Minuten ;-). Sobald dann nach spätestens 5 Minuten das Laktat langsam einschießt und der Puls die 180 Schläge erstmals überschreitet, registriert man schnell, dass der Weg ins Ziel noch weit ist.

Die Analyse der Leistungsdaten spricht jedoch dafür, dass ich mit meiner vorgenommen Pace diesmal recht gut lag. Auch der leichte Blutgeschmack, zusammen mit dem Absinken der Leistung kurz vor dem Ziel, war ein deutliches Zeichen, dass ich wirklich alles abgerufen hatte, wozu die Beine an diesem Tag fähig waren.

Bergzeitfahren in Mori

Start

Mitte 1

Mitte 2

Finish

Gesamt

Watt

312w

317w

313w

305w

312w

Puls

167

179

183

185

179

Und auch die Platzierung (Gesamt 7.) mit nur 38 Sekunden auf den Sieger sprechen für eine Leistung, mit der ich zufrieden sein kann. Als Zuckerl gab es dann noch den Sieg in meiner Altersklasse, der mir vom Veranstalter noch mit einigen italienischen Köstlichkeiten versüßt wurde.

Leider hält der Rennkalender an den nächsten Wochenenden wenig Rennen für mich und meine Stärken am Berg bereit. Jetzt heißt es also etwas rausnehmen, das Training der letzten Wochen wirken lassen und so die Form für den ersten Saisonhöhepunkt am Glockner zu festigen.

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